Südsee

- der Südpazifik

Der Südpazifik wird im Allgemeinen als Südsee bezeichnet. Alle Bereiche des Breitengrades südlich von Panama gehören geografisch zur Südsee. Die Fitschi-Inseln, die Gesellschaftsinseln (Tahiti/Französisch Polynesien), und der der Samoa-Archipel bilden die zentralen Inselgruppen im Südpazifik. Die Südsee ist auch ein Synonym für das Polynesische Dreieck (Ozeanien und Polynesien).

Entdeckung

Der Konquistador Vasco Núñez de Balboa prägte 1513 diesen Begriff, indem er einen Teil Panamas durchquerte und Meer das er sah, nämlich den Pazifik Mar del sur (Südmeer oder Südsee) nannte. Nur noch 69 von einen 190 Soldaten waren übrig geblieben, aber mit keinem wollte er Anblick auf den noch unbekannten Ozean teilen. Am 25. September 1513 erblickte er als Erster den Pazifik. Erst, als er lange genug den Anblick allein genossen hat holte er seine Freunde zu sich und zusammen teilten sie den Triumph. Núñez de Balboa nahm 4 Tage später die Südsee für seinen König ein, indem er einige Schritte am Strand entlangging und salziges Weltmeerwasser feststellte.

Foto

Ein Bild des Leuchtturms der Insel Amédée Island, welche vor der Küste Nouméas im Südpazifik liegt. Süsee

Historisches Bild der Südsee in Europa

Johann Reinhold Forster und Georg Forster, beide naturwissenschaftlich gebildete Männer deutscher Herkunft begleiteten 1773 den britischen Entdecker und Seefahrer James Cook, als er zum zweiten Mal nach Tahiti kam. Er beschrieb was er sah mit dichterischer Hingabe. Lange wurde das Bild Tahitis durch der Europäer durch frühere Entdecker geprägt. Auch Joseph Banks zitierte Tahiti mit lyrischen Worten. Jean-Jacques Rousseaus beschreibt die Einwohner Tahitis als Edle Wilde womit er die bisherige Meinung über die Europäer bestätigte. Des weiteren beschreibt er Tahiti als Garten Eden in dem die Bewohner alles zum Leben hätten, was sie auch immer benötigten. Er beschrieb die Insulaner als freundliches Volk, noch nicht verdorben durch die Zivilisation. Dieser Bericht wiederum inspirierte Denis Diderot zu einem eigenen Werk, einer Verteidigungsschrift der sexuellen Freiheit mit dem Namen Supplément au voyage de Bougainville. Der Maler Paul Gauguin trug mit seinen Werken ebenfalls zu diesem Bild bei. Er erträumte sich weniger realitätsgetreu das Paradies, das dargestellt wurde. Der Schriftsteller Erich Scheurmann profitierte mit seinen fiktiven Reiseberichten ebenfalls von diesen Träumen. Er schrieb über einen Südseehäuptling und von 1915 bis 1920 veröffentlichte er diese als Der Papalagi. Das Buch erreichte fünfzig Jahre nach seinem Erscheinen Kultstatus und wurde in deutscher Sprache über 1,7 Millionen Mal verkauft.